Das
sommerliche Prachtwetter meinte es besonders gut mit den Kulturbegeisterten,
die sich im prachtvollen Kaiserhof des Stifts Klosterneuburg versammelten.
Bei
angenehm warmen bis heißen Temperaturen bot die historische Kulisse den
perfekten Rahmen für ein ganz besonderes kulturelles Highlight: die Charity-Aufführung der französischen Oper „Samson und Dalila“ von Camille Saint-Saëns.
Den
feierlichen Auftakt des Abends machte Christian Hurek, der in seiner Funktion
als Präsident des RC Klosterneuburg das Publikum herzlich zu dieser
traditionsreichen Benefizveranstaltung begrüßte.
In seiner Rede hieß der
Präsident des RC Klosterneuburg namhafte Ehrengäste wie die Rotary Governorin Sabine
Unterweger sowie eine rotarische Freundin aus Belgrad willkommen.
Hurek
betonet, wie entscheidend die Großzügigkeit der Gäste sei: Mit den gesammelten
Spenden und Beiträgen kann der Club schnell und unbürokratisch dort helfen, wo
Menschen unverschuldet in Notsituationen geraten und finanzielle Unterstützung
für soziale Projekte dringend benötigt wird. Ein besonderer Dank des
Präsidenten galt dabei der Schellhammer Capital Bank für ihr Sponsoring.
Diese erfolgreiche Kooperation feierte zudem ein beeindruckendes
Jubiläum: Es handelt sich um die bereits 19. gemeinsame Vorstellung mit der
Stadtgemeinde, dem Stift und der Oper Klosterneuburg. Eine
Vorzeige-Partnerschaft, die in fast zwei Jahrzehnten bereits weit mehr als
10.000 glückliche Gäste angelockt hat.
Im Anschluss übernahm Peter Edelmann das Wort.
Der Intendant bedankte
sich überschwänglich für die langjährige, treue Zusammenarbeit mit den
Rotariern, die sich weit über das Jahr erstreckt.
Besonders hob der Intendant
hervor, wie wertvoll diese Allianz für den künstlerischen Nachwuchs ist. So
übernahm der Rotary Club Klosterneuburg an diesem Abend exklusiv die Gage für den talentierten
Nachwuchssänger Ivo Kovrigar, der in der Rolle des Abimélech zu hören ist. Mit
einem Augenzwinkern verriet Edelmann, dass die Rolle zwar kurz sei – da die
Figur recht schnell vom starken Samson erschlagen wird –, die Stimme Kovrigars
jedoch eine absolute Zukunftsstimme sei, die sicherlich ihren Weg machen
wird.
Danach entführte der erfahrene
Opernsänger und Intendant die Zuhörer in die Entstehungsgeschichte des
gezeigten Meisterwerks. Saint-Saëns hatte „Samson und Dalila“ wie erwähnt
ursprünglich als Oratorium geplant. Erst als die betörende Dalila die Bühne
betrat, wurde klar, dass dieser Stoff für eine große französische Oper bestimmt
war. Auf Anraten von Franz Liszt fand die Uraufführung kurioserweise auf
Deutsch in Weimar statt, bevor das Stück seinen weltweiten Siegeszug antrat.
Obwohl ein solch dramatisches Werk für ein sommerliches Open-Air-Festival auf
den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, bewies die Intendanz echten Mut
zum Besonderen – schließlich war das Werk seit acht Jahren nicht mehr auf den
Spielplänen im Wiener Raum zu sehen.
Ein
ganz besonderes Qualitätsmerkmal der Aufführungsstätte durfte natürlich nicht
unerwähnt bleiben: Die fantastische Akustik im geschlossenen Hof des Stifts
sorgt dafür, dass sowohl die Solisten als auch das gesamte Orchester vollkommen
unverstärkt agieren können – in der heutigen Zeit ein seltenes und kostbares
Gut.
Zum Abschluss erinnerte Edelmann das Publikum daran, dass wahre Kunst
unbezahlbar ist, und rief dazu opferbereit auf, dem Freundeskreis der Oper
beizutreten, um dieses Kulturgut für die Zukunft zu sichern.
Mit den anschließenden,
stimmungsvollen Wünschen von Christian Hurek ging es für die Zuschauer in einen
unvergesslichen, lauen Opernabend vor einer überwältigenden Kulisse.
Im
Anschluss an die Aufführung ließ der RC Klosterneuburg den Abend im neuen
Dialoghafen Klosterneuburg im Pfortenhof am Rathausplatz 20 ausklingen, einem neuen gemeinschaftlich getragenen Nachbarschaftszentrum, das der Bevölkerung als
offener Begegnungsraum dient.